Mirko Niederprüm

Vorsitzender

Long Covid Netzwerk e.V. – Landesverband NRW

das Jahr 2025 war für den Long Covid Netzwerk e.V. ein Jahr wichtiger Weichenstellungen. Wir haben uns strukturell weiterentwickelt, sind gewachsen und haben unsere Rolle als Interessenvertretung für Menschen mit Long Covid, Post Vac und ME/CFS weiter gestärkt.

Mit der Etablierung als Landesverband NRW haben wir einen bedeutenden Schritt gemacht, um Betroffenen auf Landesebene mehr Sichtbarkeit, Vernetzung und Unterstützung zu ermöglichen. Gleichzeitig war es uns wichtig, den Verein organisatorisch neu aufzustellen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und eine stabile Grundlage für die kommenden Jahre zu schaffen.

Besonders freut mich der starke Zuwachs an Selbsthilfegruppen, die sich unserem Landesverband angeschlossen haben. Dieses Vertrauen bestätigt unseren Weg und zeigt, wie wichtig verlässliche Strukturen, Austausch auf Augenhöhe und gemeinsames Engagement sind.

Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen, Aktiven im Organisationsteam, den Selbsthilfegruppen sowie unseren Kooperationspartnern. Ohne dieses Engagement wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Mit Zuversicht und klaren Zielen blicken wir auf das Jahr 2026 und werden uns weiterhin konsequent für die Belange der Betroffenen einsetzen.

Jahresrückblick 2025 – Long Covid Netzwerk e.V.

Das Jahr 2025 war für den Long Covid Netzwerk e.V. ein Jahr des Wachstums, der strukturellen Weiterentwicklung und der inhaltlichen Stärkung unserer Arbeit.

Ein zentraler Meilenstein war die Anerkennung und Etablierung unseres Vereins als Landesverband NRW. Damit haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um die Interessen von Menschen mit Long Covid, Post Vac und ME/CFS auf Landesebene noch wirksamer zu vertreten und die Selbsthilfestrukturen in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.

Parallel dazu wurde die Vereinsstruktur neu aufgestellt. Ziel war es, klare Zuständigkeiten zu schaffen, Arbeitsprozesse zu verbessern und den Verein zukunftsfähig aufzustellen. Die inhaltliche und organisatorische Neuausrichtung wurde bewusst schrittweise angelegt. Eine formale Anpassung der Satzung ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.

Besonders erfreulich ist der deutliche Zuwachs an Selbsthilfegruppen. Zahlreiche SHG aus ganz NRW haben sich im Laufe des Jahres unserem Landesverband angeschlossen. Dieser Zusammenschluss stärkt den gegenseitigen Austausch, die Vernetzung sowie die politische und gesellschaftliche Sichtbarkeit der Selbsthilfe.

Darüber hinaus konnten wir unsere Netzwerkarbeit weiter ausbauen, neue Kooperationen anstoßen und die Unterstützung für Betroffene kontinuierlich erweitern.

Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 haben wir uns klare und zukunftsorientierte Ziele gesetzt. Ein wichtiger Schwerpunkt wird die Mitarbeit an einem Projekt der Universität Bielefeld sein. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft möchten wir die Perspektiven von Betroffenen stärker einbringen und zur Verbesserung von Forschung und Versorgung beitragen.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau des Organisationsteams NRW. Zur Stärkung der landesweiten Zusammenarbeit ist ein Online-Meeting mit relevanten Akteuren geplant, darunter KOSKON, NichtGenesen, Fatigatio sowie weitere Initiativen. Ziel ist es, Strukturen besser zu verzahnen und die Interessenvertretung in NRW gemeinsam weiterzuentwickeln.

Auch politisch werden wir unsere Arbeit intensivieren. Für 2026 sind Treffen in Berlin und Düsseldorf geplant, um den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu führen und auf die anhaltenden Herausforderungen für Betroffene aufmerksam zu machen.

Zudem planen wir, ein eigenes Büro in der Stadt zu beziehen, um unsere Arbeit weiter zu professionalisieren, die Erreichbarkeit zu verbessern und einen festen Anlaufpunkt für Betroffene, Selbsthilfegruppen und Kooperationspartner zu schaffen.

Mit der geplanten Satzungsanpassung im Frühjahr 2026, dem weiteren Ausbau des Landesverbandes und der Stärkung unserer Netzwerke gehen wir entschlossen in das kommende Jahr. Unser Ziel bleibt es, die Selbsthilfe zu stärken, Betroffenen eine starke Stimme zu geben und nachhaltige Verbesserungen in Versorgung und Anerkennung zu erreichen.

Schlusswort

Zum Abschluss dieses Jahres möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die den Long Covid Netzwerk e.V. im Jahr 2025 unterstützt, begleitet und mitgestaltet haben. Ihr Engagement, Ihre Offenheit und Ihr Vertrauen sind die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit.

Wir wünschen allen Mitgliedern, Selbsthilfegruppen, Unterstützerinnen und Unterstützern einen guten und gesunden Start ins neue Jahr 2026. Möge es ein Jahr sein, das Hoffnung, Fortschritte und neue Perspektiven bringt.

Gemeinsam werden wir unseren Weg fortsetzen – engagiert, solidarisch und mit dem klaren Ziel, die Situation von Menschen mit Long Covid, Post Vac und ME/CFS nachhaltig zu verbessern.